🎉 Sei schnell:
Unverzichtbare Rhythmus Basics
Das Akkordeon hat eine reiche Tradition. Viele Länder und Regionen haben daher auch eine ganz eigene Tradition der Akkordeon-Herstellung. Deshalb gibt es teils große Unterschiede in Bauart und Klang. Hier findest du eine Liste der weltweit wichtigsten Hersteller. Diese Liste kann fehlerhaft oder unvollständig sein. Wende dich bei Fragen oder Anmerkungen gerne in den Kommentaren an uns.
Folgende Länder findest du hier (klick auf das jeweilige Land um direkt dorthin zu scrollen):
Spiele 7 Stücke in 7 Wochen im Onlinekurs mit Matthias Matzke – speziell für erwachsene Anfänger
Das Akkordeon hat eine reiche Tradition. Viele Länder und Regionen haben daher auch eine ganz eigene Tradition der Akkordeon-Herstellung – und damit teils große Unterschiede in Bauart, Klangcharakter und Spielweise. Hier findest du eine möglichst vollständige Liste der weltweit wichtigsten Hersteller und Marken: von den großen Fabrikanten bis zu den kleinen Werkstätten, von lebendigen Manufakturen bis zu historischen Pionieren, ohne die es das moderne Akkordeon nicht gäbe.
Diese Liste kann fehlerhaft oder unvollständig sein. Hast du Ergänzungen oder Korrekturen? Schreib uns gerne in den Kommentaren.
Zeitraum: seit 1857; Akkordeonproduktion seit 1903
Status: aktiv
Schwerpunkt: Piano-, Knopf-, chromatische und diatonische Akkordeons vom Schüler- bis Profibereich
Hohner ist wohl die bekannteste deutsche Akkordeonmarke überhaupt – und eine der einflussreichsten weltweit. Gegründet 1857 vom Uhrmacher Matthias Hohner in Trossingen, startete die Akkordeonproduktion erst nach seinem Tod, als seine Erben ab 1903 das neue Instrument ins Programm aufnahmen. Was folgte, war eine Erfolgsgeschichte: Auf dem Höhepunkt beschäftigte Hohner 5.000 Mitarbeiter und produzierte jährlich bis zu 30.000 Akkordeons in über 1.200 Modellvarianten. Besonders prägend war der Beitrag italienischer Konstrukteure wie Venanzio Morino und später Giovanni Gola, die den Instrumenten einen ganz eigenen Klangcharakter gaben. Die legendären Serien Morino und Gola gelten bis heute als Referenzinstrumente im Konzertbereich. Weniger bekannt ist, dass Hohner 1927 das erste Akkordeonorchester der Welt gründete – als Werbelokomotive für das Instrument. 2014 übernahm der taiwanesische Konzern KHS das Unternehmen; die Entwicklung und Endkontrolle bleiben in Trossingen.
Zeitraum: Klingenthaler Tradition ab ca. 1852; als Marke Weltmeister seit DDR-Zeit
Status: historisch (Insolvenz Ende 2024)
Schwerpunkt: Chromatische und diatonische Serienakkordeons; bis zu 95 % Fertigungstiefe in Deutschland
Die Geschichte der Weltmeister-Akkordeons ist zugleich die Geschichte des Klingenthaler „Musikwinkels". Bereits 1852 brachte der Tischler Adolph Herold ein Akkordeon aus Magdeburg mit in die Gegend – und löste damit eine Industrie aus, die bis zu 3.500 Mitarbeiter beschäftigen sollte. In der DDR wurden die Manufakturen zum VEB Klingenthaler Harmonikawerke zusammengefasst; Weltmeister war fortan die Marke des Ostens, Hohner die des Westens. Nach der Wiedervereinigung entstand daraus 1992 die Harmona Akkordeon GmbH, lange Zeit als älteste noch produzierende Akkordeonfabrik der Welt geführt. Was Kenner besonders schätzten: Fast alle Teile entstanden direkt in Klingenthal, lediglich die Stimmplatten wurden zugekauft. Ende 2024 meldete das Unternehmen Insolvenz an und stellte den Betrieb ein – ein Einschnitt für die gesamte Akkordeonwelt.
Zeitraum: 1948 gegründet (als Zusammenschluss), aufgelöst nach 1990
Status: historisch
Schwerpunkt: Massenproduktion chromatischer und diatonischer Akkordeons für über 40 Exportländer
Der VEB Klingenthaler Harmonikawerke war die organisierte Zusammenfassung von Dutzenden privater Betriebe, die die DDR-Führung ab 1948 in einen einzigen volkseigenen Betrieb überführte. Bereits 1961 verließen dort jährlich über 125.000 Akkordeons die Fertigungsstraßen. Unter dem Dach des VEB entstanden auch der Synthesizerhersteller Vermona sowie zahlreiche Erfindungen – darunter eine zweiachsig gelagerte Plasttastatur und eine komplett herausnehmbare Mechanik, die Reparaturen erheblich vereinfachte. Die Marken aus dieser Zeit – Royal Standard, Barcarole, Galotta – sind heute begehrte Sammlerstücke.
Zeitraum: ab ca. 1880
Status: historisch
Schwerpunkt: Chromatische und diatonische Akkordeons; Handzuginstrumente aus Altenburg
Cantulia gehört zu den ältesten deutschen Akkordeonmarken überhaupt und war eng mit den Firmen Kahnt & Uhlmann aus Altenburg verbunden. Die Instrumente waren vor allem in der Zeit um die Jahrhundertwende verbreitet und gelten heute als gesuchte historische Sammlerobjekte.
Zeitraum: ab 1845 in Magdeburg
Status: historisch
Schwerpunkt: Frühe diatonische Akkordeons; Ausgangspunkt des Klingenthaler Akkordeonbaus
Friedrich Geßner ist insofern bemerkenswert, als seine Instrumente aus Magdeburg 1852 den Weg nach Klingenthal fanden – durch Adolph Herold, der sie in der elterlichen Werkstatt nachbaute. Damit löste Geßner, ohne es wohl zu ahnen, eine der produktivsten Akkordeon-Industrieregionen Deutschlands aus.
Zeitraum: ab 1858
Status: historisch
Schwerpunkt: Frühe diatonische Akkordeons und Handharmonikas aus dem Magdeburger Raum
Traugott Schneider gehört – gemeinsam mit Friedrich Geßner – zu den Pionieren des frühen deutschen Akkordeonbaus. Im Magdeburger Umfeld entstanden in dieser Zeit zahlreiche kleine Werkstätten, die das Instrument aus Wien und Wien-nahen Regionen übernahmen und weiterentwickelten.
Zeitraum: ca. 1836–1890
Status: historisch
Schwerpunkt: Frühe Handharmonikas; einer der ältesten deutschen Hersteller überhaupt
Heinrich Wagner zählt zu den frühesten deutschen Herstellern von Handharmonikas und ist damit ein direkter Zeitgenosse der Akkordeon-Erfindung selbst. Die genaue Werksgeschichte ist wenig dokumentiert – was ihn aber nicht weniger bedeutsam macht für die frühe Verbreitung des Instruments in Deutschland.
Zeitraum: seit 1948
Status: aktiv
Schwerpunkt: Diatonische Harmonikas und Steirische Harmonikas aus Freilassing
Öllerer ist einer der wenigen deutschen Hersteller, der sich bis heute auf handgefertigte diatonische Instrumente spezialisiert hat. Die Werkstatt in Freilassing (Bayern) produziert Steirische Harmonikas, die besonders im Alpenraum gespielt werden und für ihren warmen, charaktervollen Klang bekannt sind.
Zeitraum: modern
Status: aktiv
Schwerpunkt: Steirische Harmonikas und diatonische Instrumente; auch Bandoneonbau
Uwe Hartenhauer ist einer der wenigen deutschen Handwerker, die noch Bandoneons nach historischem Vorbild bauen – eine Nische innerhalb einer Nische. Daneben entstehen in seiner Werkstatt Steirische Harmonikas in handwerklicher Einzelfertigung.
Zeitraum: modern
Status: aktiv
Schwerpunkt: Diatonische Harmonikas; Einzelwerkstatt
Schneeberg ist ein weiterer Vertreter der kleinen deutschen Handwerkstradition im diatonischen Bereich und produziert vor allem für Spieler, die maßgefertigte Instrumente suchen.
Zeitraum: seit 1863
Status: aktiv als Marke (heute unter Pasco Italia)
Schwerpunkt: Diatonische und chromatische Akkordeons; Gründungsmarke der italienischen Akkordeonindustrie
Paolo Soprani war kein Erfinder – aber ein Pionier. Als er 1863 in Castelfidardo die erste Akkordeonfabrik Italiens gründete, soll er von einem österreichischen Pilger ein frühes Cyrill-Demian-Instrument erworben haben, das ihn begeisterte. Was er daraus machte, veränderte eine ganze Stadt: Die Manufaktur, die in einem Weinkeller begann, wuchs zu einem Industriebetrieb heran, exportierte in die ganze Welt und gab Castelfidardo seinen Ruf als „Wiege des Akkordeons". Soprani wird auch die Entwicklung der bis heute gebräuchlichen 120-Bass-Mechanik zugeschrieben. Heute führt Pasco Italia die Marke weiter – das Palazzo Paolo Soprani im Herzen der Stadt steht als Denkmal offen.
Zeitraum: seit 1900
Status: aktiv (heute unter Menghini / Suani)
Schwerpunkt: Hochwertige Piano- und Knopfakkordeons; Konzert- und Profibereich
Silvio Scandalli begann 1900 in einer kleinen Haushaltswerkstatt in Camerano. Was ihn besonders auszeichnete: sein Gespür für Forschung und Patente, das die Marke schon früh von anderen abhob. 1948 beschäftigte das Unternehmen bereits 450 Menschen und produzierte über 1.000 Akkordeons im Monat. Der Höhepunkt: In den frühen 1950er Jahren entwickelte Silvio Scandalli mit den besten Technikern seines Hauses das Scandalli Super VI – bis heute von vielen als das beste Piano-Akkordeon bezeichnet, das je gebaut wurde. Zeitzeugen beschreiben es als einzigartig im Klang und unübertroffen in der Ansprache. Heute wird die Marke durch Menghini / Suani weitergeführt.
Zeitraum: seit 1946
Status: aktiv
Schwerpunkt: Konzert-Akkordeons, Converter-Instrumente, Bayans; weltweite Referenzmarke im Hochpreissegment
Filippo Pigini gründete 1946 zusammen mit seinen vier Brüdern zunächst in Ancona, später in Castelfidardo. Was die Manufaktur auszeichnet, ist ihre konsequente Orientierung an professionellen Spielern: Pigini gilt als Referenzmarke für Trigger-Akkordeons (Converter), die das Umschalten zwischen Standardbass und freien Bässen ermöglichen. Weltberühmt sind die Modelle Sirius, Nova und Caruso. Das Topmodell Nova wird individuell von den erfahrensten Handwerkern der Manufaktur gefertigt – jedes Exemplar ein Unikat mit eigenem Charakter. Heute gehört auch Excelsior zum Pigini-Konzern.
Zeitraum: seit ca. 1900
Status: aktiv
Schwerpunkt: Handgefertigte Piano-, Knopf-, Bayan- und Converter-Akkordeons; auch Bandoneons
Bugari gehört zu den wenigen Castelfidardo-Herstellern, die noch ausschließlich handwerklich fertigen. Die Instrumente – Piano, Knopf, Bayan und Converter – entstehen in enger Zusammenarbeit mit professionellen Spielern und sind für ihre Ausgewogenheit zwischen Klangvolumen und Ansprechverhalten bekannt. Bugari und Zero Sette teilen sich heute denselben Produktionsstandort – zwei Marken, eine Fabrik.
Zeitraum: modern
Status: aktiv
Schwerpunkt: Hochwertige Piano- und Knopfakkordeons; Schwester-/Parallelmarke zu Bugari
Zero Sette ist die zweite Marke im Bugari-Haus – konzipiert mit eigenem Sortiment und eigenem Auftritt, aber aus denselben Händen. Wer beide Marken nebeneinander sieht, erkennt den handwerklichen Gemeinsamen Nenner, trifft aber auf klar unterschiedliche Klangphilosophien.
Zeitraum: seit 1919
Status: aktiv
Schwerpunkt: Hochwertige Piano-, Knopf- und Converter-Akkordeons aus Castelfidardo
Victoria ist eine der traditionsreicheren Adressen in Castelfidardo. Was die Manufaktur auszeichnet, ist eine besondere Sorgfalt bei der Stimmarbeit: Victoria-Instrumente gelten als besonders gleichmäßig intoniert, was sie bei Konzertakkordeonisten beliebt macht. Das Sortiment reicht von leistungsstarken Schülerinstrumenten bis zu hochklassigen Solistenmodellen.
Zeitraum: seit 1982
Status: aktiv
Schwerpunkt: Chromatische, diatonische und Steirische Harmonikas; bekannt für technische Innovationen
Beltuna entstand 1982, als zwei erfahrene Handwerker aus Castelfidardo beschlossen, ohne Kompromisse nach Exzellenz zu suchen. Das Ergebnis: eine Manufaktur, die sich durch technische Weiterentwicklung immer wieder neu erfunden hat – darunter die Dugmetara mit sechs Reihen, speziell für Balkan-Musik entwickelt. Auch im diatonischen Bereich und bei Steirischen Harmonikas ist Beltuna heute eine feste Größe.
Zeitraum: seit 1949
Status: aktiv (auch unter dem Markennamen byMarco)
Schwerpunkt: Piano-, Knopf- und diatonische Akkordeons; auch Naturholz-Design
Die Familie Bompezzo steht hinter Brandoni – einer Manufaktur, die in Castelfidardo für sorgfältige Handarbeit und ein ausgeprägtes Gespür für Design bekannt ist. Besonders auffällig: Brandoni war einer der Vorreiter beim Naturholz-Design, einer Ästhetik, die im Konzertbereich lange unüblich war. Heute läuft ein Teil des Sortiments auch unter dem Markennamen byMarco.
Zeitraum: seit 1977
Status: aktiv
Schwerpunkt: Diatonische Akkordeons, Melodeons und Folk-Instrumente; starke Position im irischen und europäischen Folkbereich
Dino Baffetti hat sich konsequent auf diatonische Instrumente spezialisiert – und das mit großem Erfolg. Besonders in der irischen und britischen Folk-Szene sind Baffetti-Instrumente weit verbreitet. Die Instrumente sind für ihre Zuverlässigkeit und ihren lebhaften Klang bekannt, der Folk-Musik besonders gut schmeichelt.
Zeitraum: seit 1914
Status: aktiv
Schwerpunkt: Hochwertige diatonische Akkordeons; weltweit führende Marke im diatonischen Premiumsegment
Castagnari ist unter Folk-Musikern eine Art heiliger Gral. Gegründet 1914 in der Werkstatt eines jungen Handwerkers und seiner Frau Ida, hat sich die Manufaktur über Generationen hinweg als Qualitätsreferenz für diatonische Instrumente etabliert. In den 1970ern spielte Castagnari eine entscheidende Rolle bei der Renaissance des diatonischen Akkordeons, als das Instrument gegenüber dem chromatischen fast vergessen war. Heute entstehen die Instrumente noch immer aus den feinsten Materialien und gelten als besonders langlebig.
Zeitraum: seit 1921
Status: aktiv
Schwerpunkt: Piano-, chromatische und diatonische Akkordeons; einer der wenigen Castelfidardo-Hersteller, der auch Bandoneons baut
Cooperfisa ist eine Kooperative mit langer Geschichte – und eine der wenigen Adressen in Castelfidardo, wo du neben Piano- und Knopfakkordeons auch Bandoneons findest. Das macht sie zu einer ungewöhnlich breiten Werkstatt im Spektrum der Handzuginstrumente.
Zeitraum: seit 1995
Status: aktiv
Schwerpunkt: Professionelle Piano- und chromatische Akkordeons; komplett handgefertigte Instrumente
Fisitalia ist eine der jüngeren Manufakturen aus Castelfidardo – aber keine, bei der Jugend für Kompromisse stünde. Die Instrumente entstehen vollständig in Handarbeit und sind auf professionelle und anspruchsvolle Spieler ausgerichtet. Die Werkstatt baut enge Beziehungen zu Künstlern auf und fertigt auf Wunsch individuelle Spezifikationen.
Zeitraum: seit 1978
Status: aktiv (Loreto, nahe Castelfidardo)
Schwerpunkt: Handgefertigte Piano-, Knopf- und diatonische Akkordeons
Serenellini fertigt seit 1978 in artigianaler Tradition – was in diesem Kontext bedeutet: alles in Handarbeit, alles auf den Spieler abgestimmt. Die Werkstatt in Loreto ist bewusst klein geblieben und hat sich damit einen Ruf für Qualität ohne Massenproduktion erworben. Besonders im internationalen Profi-Umfeld ist Serenellini eine geschätzte Adresse.
Zeitraum: modern
Status: aktiv
Schwerpunkt: Piano- und Knopfakkordeons für Balkan-Musikstile; bekannt im US-amerikanischen Markt
Gegründet von Ivan Stanojlovic in Castelfidardo, hat sich Siwa & Figli besonders durch seine Verbindung zur Balkan-Musik einen Namen gemacht. Die Instrumente sind in Europa, den USA, Kanada und Brasilien verbreitet und werden für ihr ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis im professionellen Bereich geschätzt.
Zeitraum: modern
Status: aktiv
Schwerpunkt: Piano- und chromatische Akkordeons; über 50 Modelle für Klassik, Jazz und Volksmusik
Fismen arbeitet in Castelfidardo mit dem Anspruch, Kompetenz und handwerklichen Geschmack mit konsequenter Qualitätskontrolle zu verbinden. Das Sortiment umfasst über 50 Modelle und spricht Spieler von der Volksmusik bis zum klassischen Konzertbetrieb an.
Zeitraum: modern
Status: aktiv (Porto Recanati, nahe Castelfidardo)
Schwerpunkt: Piano- und chromatische Akkordeons im mittleren und gehobenen Preissegment
Polverini ist ein weiterer Vertreter der Castelfidardo-Region, der sich auf Piano- und chromatische Instrumente spezialisiert hat. Die Manufaktur ist besonders in Südeuropa und im deutschsprachigen Raum verbreitet.
Zeitraum: seit 1924
Status: aktiv als Marke (heute unter Pigini)
Schwerpunkt: Premium-Konzertakkordeons; Piano und Knopf
Excelsior startete in den USA und wurde rasch zu einer der renommiertesten Marken im Konzertbereich. In Europa entstanden die Instrumente lange in Castelfidardo, bevor Pigini die Marke übernahm. Der Name steht heute für einen besonders ausgewogenen, kraftvollen Klang – geschätzt von Konzertspielerinnen und Orchestermusikerinnen weltweit.
Zeitraum: 1876–ca. 2010
Status: historisch
Schwerpunkt: Chromatische Akkordeons aus Stradella (bei Pavia); der zweite große Pionier Italiens
Während Castelfidardo als Zentrum der Akkordeonproduktion gilt, war Stradella südlich von Mailand der zweite wichtige Entstehungsort. Mariano Dallapé gründete 1876 dort seine Werkstatt – nur 13 Jahre nach Paolo Soprani – und machte Stradella zu einem eigenständigen Produktionspol für hochwertige chromatische Instrumente.
Zeitraum: seit 1922; Ende der Produktion ca. 2010–2020
Status: historisch
Schwerpunkt: Free-Bass- und Converter-Akkordeons; besonders geschätzt im klassischen und Jazz-Bereich
Borsini war lange eine der ersten Adressen für Musikerinnen und Musiker, die freie Bässe oder Converter-Systeme suchten. Die chromatischen Bässe der Borsini-Instrumente galten als besonders präzise und klangreich – Jazz- und Klassiksolisten schätzten sie weltweit.
Zeitraum: ab 1946 als Akkordeonhersteller
Status: historisch im Akkordeonbau; später bekannt für Elektronikorgeln
Schwerpunkt: Massenproduktion von Akkordeons; Fusion mehrerer Castelfidardo-Marken
Farfisa – kurz für Fabbriche Riunite di Fisarmoniche – entstand 1946 aus dem Zusammenschluss von Scandalli, Settimio Soprani und Frontalini. Auf dem Höhepunkt produzierte das Unternehmen täglich 180 Akkordeons. Später wurde Farfisa vor allem für seine elektronischen Orgeln bekannt, die in den 1960ern zum Sound von Rockbands wie den Animals wurden. Im Akkordeonbau ist Farfisa heute historisch.
Zeitraum: 20. Jahrhundert
Status: historisch
Schwerpunkt: Piano- und Knopfakkordeons; das ehemalige Fabrikgebäude in Castelfidardo dient heute als Hotel Parco
Crucianelli war eine bedeutende Castelfidardo-Marke, die besonders im Export-Segment erfolgreich war. Dass das ehemalige Fabrikgebäude heute ein Hotel beherbergt, ist ein treffendes Sinnbild für die wirtschaftlichen Verwandlungen, die die Akkordeonindustrie in Castelfidardo durchlebt hat.
Zeitraum: 20. Jahrhundert
Status: historisch; Marke heute unter Menghini / Suani
Schwerpunkt: Piano- und chromatische Akkordeons; Mitgründer von Farfisa
Settimio Soprani – nicht zu verwechseln mit Paolo Soprani – war eine eigenständige Castelfidardo-Marke und gehörte 1946 zu den drei Gründungshäusern von Farfisa. Die Marke lebt heute unter dem Dach von Menghini / Suani weiter.
Zeitraum: 20. Jahrhundert
Status: historisch
Schwerpunkt: Piano- und chromatische Akkordeons; Mitgründer von Farfisa
Frontalini war der dritte im Bunde der Farfisa-Gründer und steht exemplarisch für die engen Verflechtungen, die den Castelfidardo-Akkordeonbau über Jahrzehnte prägten.
Zeitraum: spätes 19. / 20. Jahrhundert
Status: historisch
Schwerpunkt: Früher im Akkordeonbau aktiv; später bekannt für elektronische Tasteninstrumente
Galanti gehört zu den Pionieren des italienischen Handzuginstrumentenbaus und hat im 20. Jahrhundert den Übergang in den Markt der elektronischen Orgeln vollzogen – eine Entwicklung, die mehrere Akkordeonhersteller dieser Ära teilten.
Zeitraum: seit 1920
Status: aktiv als kleiner Hersteller / Werkstatt in Castelfidardo
Schwerpunkt: Piano- und chromatische Akkordeons in kleiner Stückzahl
Piatanesi ist eine der kleinen, beständigen Werkstätten in Castelfidardo, die das Handwerk in ruhiger Kontinuität weiterführen – ohne große Marktpräsenz, aber mit treuer Anhängerschaft unter Kennern.
Zeitraum: 20. Jahrhundert
Status: aktiv (heute als FBB bekannt)
Schwerpunkt: Hochwertige Piano- und Knopfakkordeons aus Castelfidardo
Ballone Burini steht für eine handwerkliche Tradition im mittleren bis gehobenen Segment. Die Instrumente – heute unter dem Namen FBB gelistet – werden von Spielern geschätzt, die Wert auf einen warmen, balancierten Klang legen.
Zeitraum: seit den späten 1980ern
Status: aktiv
Schwerpunkt: Distributor und Hersteller für Scandalli, Paolo Soprani und SEM; breites Spektrum von diatonisch bis Free-Bass
Menghini srl ist heute der Distributionsarm, unter dem drei große Traditionsmarken vereint sind: Scandalli, Paolo Soprani und SEM. Das Unternehmen deckt damit ein besonders breites Spektrum ab – von den kleinsten diatonischen Instrumenten bis zu hochkomplexen Free-Bass-Akkordeons.
Zeitraum: modern
Status: aktiv
Schwerpunkt: Piano-, chromatische und diatonische Akkordeons; Direktvertrieb aus Castelfidardo
Mengascini ist eine der kleinen, feinen Adressen in Castelfidardo. Wer dort kauft, bekommt ein Instrument direkt aus der Manufaktur – und oft auch die Möglichkeit, spezifische Wünsche einzubringen.
Zeitraum: modern
Status: aktiv
Schwerpunkt: Diatonische Akkordeons für Norteño und Tex-Mex; führende Marke in diesem Musikstil
Anacleto (oft auch „Rey del Norte" genannt) ist in Europa kaum bekannt, in Mexiko und den USA aber ein echter Star. Die zwei- oder dreireihe diatonische Akkordeons dieser Marke prägen den Klang der Norteño-Musik, die in Nordmexiko und den texanischen Grenzregionen zuhause ist.
Zeitraum: 20. Jahrhundert
Status: historisch
Schwerpunkt: Piano- und chromatische Akkordeons aus Castelfidardo
Morbidoni war eine eigenständige Castelfidardo-Marke, die zum breiten Ökosystem der dortigen Akkordeonindustrie gehörte. Wie viele kleinere Häuser aus dieser Zeit ist sie heute historisch, aber in alten Instrumenten und Katalogen noch präsent.
Zeitraum: historisch / teilweise noch aktiv
Status: aktiv (Giustozzi)
Schwerpunkt: Piano- und chromatische Akkordeons; Giustozzi baut auch Bandoneons
Giustozzi ist einer der wenigen Hersteller in Castelfidardo, der noch Bandoneons im Sortiment führt – neben klassischen Piano- und Knopfakkordeons. Das macht die Werkstatt zu einer ungewöhnlichen Adresse für Spieler, die das Spektrum der Handzuginstrumente erkunden wollen.
Zeitraum: modern
Status: aktiv
Schwerpunkt: Piano- und chromatische Akkordeons aus Castelfidardo
Ottavianelli gehört zu den aktiven kleineren Herstellern in Castelfidardo, die das handwerkliche Erbe der Stadt lebendig halten. Die Instrumente sind vor allem in Italien und Südeuropa verbreitet.
Zeitraum: seit 1926
Status: aktiv (Graz/Seiersberg)
Schwerpunkt: Steirische Harmonikas in Handarbeit; besonders für Profi- und Orchester-Spieler
Strasser ist eine der ältesten und renommiertesten Adressen für Steirische Harmonikas in Österreich. Seit knapp 100 Jahren entstehen hier Instrumente, die für ihren kräftigen, klaren Klang bekannt sind – und die bei professionellen Volksmusikern der Alpenregion erste Wahl sind.
Zeitraum: seit 1975 (Bad St. Leonhard, Kärnten)
Status: aktiv
Schwerpunkt: Handgefertigte Steirische Harmonikas; breite Modellpalette für Einsteiger bis Profis
In Österreich werden jährlich etwa 20.000 diatonische Harmonikas produziert – und Müller ist einer der wichtigsten Hersteller in diesem Markt. Die Manufaktur in Bad St. Leonhard ist bekannt für ihre solide Handarbeit und ein Sortiment, das vom Schülerinstrument bis zum Konzertmodell reicht.
Zeitraum: über 100 Jahre Tradition (Klagenfurt)
Status: aktiv
Schwerpunkt: Steirische Harmonikas; einer der ältesten österreichischen Hersteller
Novak in Klagenfurt gehört zu den Betrieben, die die österreichische Harmonikatradition über Generationen bewahrt haben. Die Instrumente sind im Kärntner Raum besonders verwurzelt.
Zeitraum: modern
Status: aktiv (Mölln, Oberösterreich)
Schwerpunkt: Steirische Harmonikas und Maultrommel-Manufaktur
Karl Schwarz ist ein ungewöhnlicher Betrieb – eine der wenigen Werkstätten weltweit, die Maultrommel-Fertigung mit dem Harmonikabau kombiniert. Die Steirischen Harmonikas des Hauses sind handwerklich gepflegt und im Volksmusik-Bereich geschätzt.
Zeitraum: modern
Status: aktiv (Ehrenhausen, Südsteiermark)
Schwerpunkt: Steirische Harmonikas; Familienbetrieb in der Südsteiermark
Jamnik ist ein kleiner Familienbetrieb aus der Südsteiermark, der Steirische Harmonikas für die regionale Volksmusik fertigt.
Zeitraum: modern
Status: aktiv
Schwerpunkt: Steirische Harmonikas
Zeitraum: modern
Status: aktiv
Schwerpunkt: Steirische Harmonikas; eigene Tuning-Philosophie
Zeitraum: modern
Status: aktiv
Schwerpunkt: Leichte Steirische Harmonikas; bekannt für besonders handliche Bauweise
Sammer ist eine Adresse für Spielerinnen und Spieler, die bei der Steirischen Harmonika besonderen Wert auf geringes Gewicht und gute Ergonomie legen.
Zeitraum: seit 1886
Status: aktiv
Schwerpunkt: Schwyzerörgeli; ältester noch aktiver Hersteller dieses Instruments
Das Schwyzerörgeli ist ein typisch schweizerisches diatonisches Akkordeon mit eigenem Charakter – und Eichhorn in Schwyz baut es seit 1886. Was das Instrument so besonders macht: Es hat drei Reihen, ist wechseltönig und klingt unverwechselbar nach Innerschweizer Volksmusik. Alois Eichhorn legte den Grundstein; die Werkstatt hat das Handwerk über mehrere Generationen lebendig gehalten.
Zeitraum: ab 1886
Status: historisch als Person; Namensgeber der noch aktiven Werkstatt
Schwerpunkt: Pionier des Schwyzerörgeli-Baus in Schwyz
Alois Eichhorn gilt als Gründervater des Hauses Eichhorn – und damit als einer der entscheidenden Figuren in der Geschichte des Schwyzerörgelis. Seine Werkstatt legte den Grundstein für eine Tradition, die über 130 Jahre andauert.
Zeitraum: frühes 20. Jahrhundert
Status: historisch
Schwerpunkt: Frühe Schwyzerörgeli-Herstellung
Ernst Salvisberg gehört zu den frühen Schwyzerörgeli-Bauern der Innerschweiz und steht für eine Zeit, in der das Instrument noch von Hand zu Hand weitergebaut wurde – ohne Katalog, ohne Fabrik, nur mit Geschick und Gehör.
Zeitraum: 1880er Jahre
Status: historisch
Schwerpunkt: Frühes Schwyzerörgeli; einer der ersten Dokumentierten
Robert Iten zählt zu den frühest dokumentierten Örgeli-Bauern überhaupt. Seine Instrumente sind für Musikhistoriker der Schweizer Volksmusik wertvolle Zeugnisse einer Entstehungszeit, über die wenig überliefert ist.
Zeitraum: Höhepunkt ca. 1920–1929
Status: historisch
Schwerpunkt: Geschätzte Schwyzerörgeli und Akkordeons; legendäre Handarbeit
Josef Nussbaumer gilt unter Kennern der Schweizer Volksmusik als einer der bedeutendsten Örgeli-Bauer überhaupt. Seine Instrumente aus den 1920ern sind bis heute bei Sammlern begehrt.
Zeitraum: ab ca. 1836
Status: historisch
Schwerpunkt: Frühe diatonische Vorläufer des Schwyzerörgelis; Emmental als Wiege des Schweizer Harmonikabaus
Das Emmental – und insbesondere Langnau – gilt als Geburtsort des Schwyzerörgelis. Hier entstanden ab den 1830ern die ersten diatonischen Instrumente, die den Grundstein für eine bis heute lebendige Volksmusiktradition legten.
Zeitraum: seit 1904 (in Frankreich / Lyon seit 1923)
Status: aktiv
Schwerpunkt: Chromatische und Musette-Akkordeons; auch digitale Systeme; bekannt für Ergonomie und Klangtreue
Domenico Cavagnolo begann 1904 in Norditalien mit dem Akkordeonbau, bevor er 1923 nach Lyon emigrierte. Was er dort aufbaute, ist heute Frankreichs bekanntester Akkordeonhersteller. Cavagnolo-Instrumente stehen für eine besonders ergonomische Bauweise – die abgerundete linke Hand und das charakteristische Kugelventilsystem sind seit Jahrzehnten Markenzeichen. Seit einigen Jahren investiert Cavagnolo stark in digitale Systeme: Die Digit-Serie erlaubt es, 200 Register frei zu editieren. Für die klassisch-akustische Welt gibt es die New Technology-Reihe mit Karbonfaserkörpern, die Gewicht spart, ohne den berühmten Cavagnolo-Sound zu opfern. In der Musette-Szene – dem Herzstück der französischen Akkordeonkultur – bleibt Cavagnolo die erste Adresse.
Zeitraum: 1919–2024; Neustart ab 2025 angekündigt
Status: neu gestartet / Status ungewiss
Schwerpunkt: Akustische Akkordeons komplett in Frankreich gefertigt; letzter vollständiger Inlandshersteller Frankreichs
Maugein aus Tulle war lange Zeit einzigartig: als einziger französischer Hersteller, der sämtliche Teile seiner Akkordeons selbst produzierte – von den handgenagelten Stimmplatten (eine Mitarbeiterin schlug in 37 Jahren rund 11,25 Millionen Nägel ein) bis zum selbst gefertigten Balg. 2024 schloss das Unternehmen nach über 100 Jahren. Ein ehemaliger Mitarbeiter übernahm mit weiteren Gesellschaftern und kündigte für 2025 einen Neustart an – wobei einige Teile künftig zugekauft werden sollen. Ob der Neustart gelingt, bleibt abzuwarten. Der Name Maugein steht jedenfalls für eine Eigenständigkeit, die im heutigen Akkordeonbau selten geworden ist.
Zeitraum: seit 1984
Status: aktiv
Schwerpunkt: Diatonische Akkordeons für europäische Folk-Musik; Entwicklung in Frankreich, Fertigung in Italien
Saltarelle ist eine französische Marke mit einem klaren Profil: moderne diatonische Instrumente für die Folk-Szene in Westeuropa. Die Entwicklung erfolgt in Frankreich; gefertigt wird in Italien. Für Bretonische Musik, Bal-folk und ähnliche Stile ist Saltarelle in Frankreich eine der meistgespielten Marken.
Zeitraum: seit 1981
Status: aktiv; nur auf Bestellung
Schwerpunkt: Diatonische Instrumente mit legendärem Ruf; lange Wartezeiten als Qualitätsmerkmal
Bertrand Gaillard baut diatonische Akkordeons ausschließlich auf Bestellung – und die Wartezeit ist entsprechend lang. Wer ein Gaillard-Instrument besitzt, hat etwas, das kaum ein anderer hat: ein Stück handwerklicher Überzeugung, das keine Kompromisse kennt.
Zeitraum: 20. Jahrhundert
Status: historisch
Schwerpunkt: Chromatische Akkordeons für die Pariser Musette-Szene
Marken wie Accordiola, Marceau und Piermaria stehen für die goldene Ära der Pariser Musette – die Zeit, in der das Akkordeon zum Soundtrack der französischen Hauptstadt wurde. Piermaria (Nazzareno Piermaria, Rue de Charenton, Paris) war besonders für seine Double-Clavier-Instrumente bekannt. Heute sind diese Instrumente begehrte Sammlerstücke für Liebhaber des klassischen Musette-Klangs.
Zeitraum: 20. Jahrhundert
Status: historisch
Schwerpunkt: Chromatische Akkordeons; italienische Hersteller im Pariser Musette-Markt
Crosio ist ein Beispiel für die italienische Diaspora im Pariser Akkordeonbau: Viele der Instrumente, die den Musette-Sound prägten, kamen aus italienischen Händen – auch wenn sie in Paris gefertigt und verkauft wurden.
Zeitraum: seit 1920
Status: aktiv (Louny)
Schwerpunkt: Piano-, Knopfakkordeons und Heligonkas; bekannt für besonders hohe Fertigungstiefe
Delicia in Louny ist das tschechische Pendant zu Weltmeister oder Cavagnolo: ein Hersteller, der fast alle Teile seiner Instrumente selbst fertigt – inklusive Stimmplatten. Das macht Delicia zu einer der wenigen vollintegrierten Akkordeon-Manufakturen der Welt. Besonders die Heligonka – das tschechische diatonische Akkordeon – ist ein Kernprodukt, das in der Volksmusikszene Tschechiens und der Slowakei allgegenwärtig ist.
Zeitraum: 20. Jahrhundert
Status: historisch
Schwerpunkt: Tschechoslowakische Marke für Akkordeons und weitere Musikinstrumente
Lignatone war in der Tschechoslowakei der wichtigste staatliche Hersteller für eine breite Palette an Musikinstrumenten – darunter auch Akkordeons, die in ganz Osteuropa verbreitet waren.
Zeitraum: vor 1914
Status: historisch
Schwerpunkt: Früher slowenischer Hersteller diatonischer Harmonikas
Franc Lubas gilt als Pionier des slowenischen Harmonikabaus und baute diatonische Instrumente in einer Tradition, die bis heute in Slowenien lebendig ist.
Zeitraum: Großproduktion ab 1972
Status: historisch
Schwerpunkt: Diatonische Harmonikas und Akkordeons für den jugoslawischen und osteuropäischen Markt
Melodija Mengeš war zu Jugoslawien-Zeiten ein bedeutender Hersteller für diatonische Instrumente und prägte den Klang der Volksmusik in weiten Teilen Südosteuropas.
Zeitraum: modern (Mengeš)
Status: aktiv
Schwerpunkt: Diatonische Harmonikas und Steirische Harmonikas; international vertrieben
Zupan ist heute einer der bekanntesten slowenischen Hersteller mit internationalem Vertrieb. Die Instrumente verbinden slowenische Handwerkstradition mit modernem Design und sind besonders im Alpenraum und in Südosteuropa beliebt.
Zeitraum: modern
Status: aktiv
Schwerpunkt: Hochwertige diatonische Harmonikas; Qualitätsorientiertes Nischensegment
Rutar ist ein kleinerer Hersteller, der für besonders sorgfältige Verarbeitung seiner diatonischen Instrumente bekannt ist.
Zeitraum: seit 1999
Status: aktiv
Schwerpunkt: Diatonische Harmonikas in slowenischer Tradition
Munda ist ein jüngerer Hersteller, der die diatonische Tradition Sloweniens mit modernen Methoden weiterführt.
Zeitraum: seit 1995
Status: aktiv
Schwerpunkt: MIDI-Systeme für diatonische Harmonikas; Technologiepionier aus Slowenien
Totter ist in der Akkordeonwelt vor allem als Entwickler von MIDI-Pickup-Systemen für diatonische Harmonikas bekannt – eine technische Nische, aber eine wichtige, die elektronische und traditionelle Spielwelten verbindet.
Zeitraum: seit dem 19. Jahrhundert
Status: aktiv
Schwerpunkt: Garmon, Bayan und chromatische Akkordeons; Zentrum der russischen Handzuginstrumentenkultur
Tula ist für Russland, was Castelfidardo für Italien oder Klingenthal für Deutschland ist: das Herz der Akkordeon- und Harmonika-Produktion. Die Stadt südlich von Moskau hat eine über 150 Jahre alte Tradition im Bau von Garmons (russischen diatonischen Akkordeons), Bayans und anderen Handzuginstrumenten. Tula-Instrumente prägen bis heute die russische Volksmusik.
Zeitraum: UdSSR-Zeit bis heute
Status: aktiv
Schwerpunkt: Professionelle Konzert-Bayans; Referenzmarke für russische Wettbewerbsspieler
Jupiter ist unter Bayanspielerinnen und -spielern eine der begehrtesten Marken für Wettbewerbs- und Konzertinstrumente. Die Bayans zeichnen sich durch präzise Mechanik und ein für Russland typisches, besonders klangvolles Stimmzungen-Setting aus.
Zeitraum: seit 1991
Status: aktiv
Schwerpunkt: Professionelle Konzert-Bayans; hochwertige Einzelfertigung
AKKO ist ein weiterer russischer Hersteller im professionellen Bayan-Segment und bekannt für seine sorgfältige Handarbeit und klanglich ausgereifte Instrumente.
Zeitraum: UdSSR-Zeit
Status: historisch
Schwerpunkt: Sowjetische Serienmarken für Bayans und Garmons auf verschiedenen Spielniveaus
Diese Marken stehen für die breite Akkordeon- und Bayan-Versorgung der UdSSR in der Nachkriegszeit. Rubin und Etude waren besonders als Schülerinstrumente verbreitet; Kirov und Shuya bedienten das mittlere Segment. Viele dieser Instrumente sind in Osteuropa noch heute in Gebrauch.
Zeitraum: Akkordeonproduktion 1932–1970
Status: historisch im Akkordeonbau (heute bekannte Gitarrenmarke)
Schwerpunkt: Piano- und chromatische Akkordeons; später berühmt für E-Gitarren
Hagström aus Älvdalen ist heute eine renommierte Gitarrenmarke – wenige wissen aber, dass das schwedische Unternehmen zwischen 1932 und 1970 auch Akkordeons baute und damit auf dem skandinavischen Markt eine wichtige Rolle spielte, bevor die Gitarren-Popularität das Sortiment komplett veränderte.
Zeitraum: 1932–1995
Status: historisch
Schwerpunkt: Chromatische Akkordeons für den finnischen Markt; wichtiger Lieferant für finnische Schulen und Orchesterstücke
Harmonikka Oy war der bedeutendste finnische Akkordeonhersteller des 20. Jahrhunderts und prägte über Jahrzehnte das Musikleben in Finnland – von Schulunterricht bis Konzertbühne.
Zeitraum: 20. Jahrhundert
Status: historisch als eigenständige Marke; heute unter Pigini
Schwerpunkt: Chromatische Knopfakkordeons aus Finnland
Lasse Pihlajamaa ist ein interessanter Fall: Als Marke eigenständig aufgebaut, wurde sie später in den Pigini-Konzern integriert – was zeigt, wie eng die internationalen Verflechtungen im Akkordeonbau sind.
Zeitraum: modern
Status: aktiv
Schwerpunkt: Hochwertige diatonische Akkordeons aus Einzelwerkstatt
Zeitraum: modern
Status: aktiv
Schwerpunkt: Diatonische Instrumente; niederländische Folk-Tradition
Zeitraum: modern
Status: aktiv
Schwerpunkt: Diatonische Akkordeons; Einzelfertigung
Die Niederlande haben eine kleine, aber eigenständige Tradition im diatonischen Akkordeonbau. Van der Aa, van der Leeuw und Martinali sind ihre bekanntesten Vertreter – alle in Einzelwerkstätten tätig und vor allem in der niederländischen und belgischen Folk-Szene bekannt.
Zeitraum: erstes Instrument 1996
Status: aktiv
Schwerpunkt: Diatonische Button Accordions für irische Musik; handwerkliche Spitzenqualität
Cairdín ist eine kleine irische Werkstatt, die sich auf diatonische Instrumente für Traditional Irish Music spezialisiert hat. In einer Musikszene, in der Instrument und Stil untrennbar verbunden sind, hat Cairdín einen exzellenten Ruf – die langen Wartezeiten sprechen für sich.
Zeitraum: seit 1922 (Seattle)
Status: aktiv
Schwerpunkt: Piano- und Knopfakkordeons; Flagship-Marke für den nordamerikanischen Profi-Markt
Die Familie Petosa baut seit 1922 in Seattle Akkordeons und Musikinstrumentzubehör – als eine der wenigen US-amerikanischen Adressen, die noch handwerklich im Akkordeonbau tätig sind. Petosa ist ein gefragter Händler und Importeur; die eigengefertigten Instrumente sind besonders im nordamerikanischen Konzertbereich bekannt.
Zeitraum: seit ca. 1950er Jahren
Status: aktiv als Marke
Schwerpunkt: Piano- und Knopfakkordeons; meist in Zusammenarbeit mit italienischen Herstellern gefertigt
Titano ist eine wichtige US-Marke, die ihren Ursprung in der Nachkriegs-Akkordeon-Begeisterung Amerikas hat. Die Instrumente wurden oft in Zusammenarbeit mit italienischen Manufakturen gefertigt und bedienten den wachsenden Profi-Markt in den USA.
Zeitraum: moderne Marke (Houston, Texas)
Status: aktiv
Schwerpunkt: Diatonische Norteño- und Tex-Mex-Akkordeons; Kultmarke im mexikanisch-amerikanischen Raum
Gabbanelli ist im deutschsprachigen Raum fast unbekannt – in der Tex-Mex- und Norteño-Szene aber ein echter Superstar. Die diatonischen Instrumente aus Houston sind handgefertigt und für ihren durchsetzungsstarken, charakteristischen Klang bekannt, der zum Herzstück des mexikanischen Stils gehört.
Zeitraum: seit 1966 (Eunice, Louisiana)
Status: aktiv
Schwerpunkt: Diatonische Cajun-Akkordeons; kulturelles Erbe Louisianas
Marc Savoy ist in der Cajun-Musikwelt eine Legende. Sein kleines Geschäft in Eunice, Louisiana, baut handgefertigte diatonische Akkordeons – die sogenannten Cajun-Accordions – die im Klang ganz anders klingen als europäische Instrumente. Was ihn zusätzlich auszeichnet: Savoy ist auch ein bekannter Musiker und Kulturbewahrer des Cajun-Erbes.
Zeitraum: modern
Status: aktiv
Schwerpunkt: Diatonische Cajun-Instrumente; Louisiana-Tradition
Weitere Hersteller in der Louisiana-Cajun-Tradition, die den charakteristischen Sound dieser Musikkultur bewahren und weiterentwickeln.
Zeitraum: 20. Jahrhundert
Status: historisch
Schwerpunkt: Diatonische Akkordeons; besonders im irisch-amerikanischen Markt bekannt
Baldoni war eine wichtige Marke für diatonische Instrumente in der irisch-amerikanischen Community – in einer Zeit, als irische Einwanderer in den USA ihre Musiktradition lebendig hielten und dafür erschwingliche, zuverlässige Instrumente brauchten.
Zeitraum: ca. 1940er–1960er Jahre
Status: historisch
Schwerpunkt: Piano- und Knopfakkordeons; wichtige US-Marke im Nachkriegsboom
PANcordion war während der großen Akkordeonbegeisterung der amerikanischen Nachkriegsjahre eine relevante Marke und ist heute ein gesuchtes Sammlerstück.
Zeitraum: 20. Jahrhundert
Status: historisch
Schwerpunkt: Import und Eigenmarke im US-Akkordeonmarkt; bedeutender Händler und Promoter des Instruments in Amerika
Die Familie Lo Duca war einer der wichtigsten Treiber der Akkordeonpopularität in den USA – als Importeure, Händler und unter eigenem Markennamen.
Zeitraum: 20. Jahrhundert
Status: historisch
Schwerpunkt: Italienisch-amerikanische Akkordeonmarken; Profi-Instrumente für den US-Konzertmarkt
Giulietti war besonders bekannt als Marke für hochwertige Konzertakkordeons und hat zahlreiche amerikanische Solisten des 20. Jahrhunderts ausgerüstet.
Zeitraum: 20.–21. Jahrhundert; verstorben 2024
Status: historisch
Schwerpunkt: Diatonische Akkordeons in der Québecer Tradition; kulturelles Erbe Québecs
Marcel Messervier war nicht nur Akkordeonbauer, sondern auch Kulturträger: Seine diatonischen Instrumente in der Québecer Tradition – verwandt mit den französischen diatonischen Vorbildern, aber klanglich eigenständig – haben das Musikleben der frankophonen Kanadier über Jahrzehnte mitgeprägt. Mit seinem Tod 2024 ist eine wichtige Stimme dieser Tradition verstummt.
Zeitraum: 20. Jahrhundert (Bento Gonçalves, Rio Grande do Sul)
Status: historisch
Schwerpunkt: Brasilianische Akkordeons; geprägt von der deutschen und italienischen Einwandererkultur in Südostbrasilien
Todeschini ist in Brasilien ein Symbol für die Verbindung europäischer Handwerkstradition mit südamerikanischem Musikgefühl. Die Instrumente aus Rio Grande do Sul prägten den Gaúcho-Stil und das brasilianische Forró-Repertoire. Heute sind Todeschini-Akkordeons gesuchte Vintage-Stücke.
Zeitraum: 20. Jahrhundert
Status: historisch / Marke
Schwerpunkt: Brasilianische diatonische und chromatische Akkordeons; Volksmusikpflege
Minuano steht für brasilianische Volksmusik und ist eng mit dem Forró und dem Baião verbunden – Stilen, in denen das Akkordeon die Hauptrolle spielt.
Zeitraum: 20. Jahrhundert
Status: historisch
Schwerpunkt: Südamerikanische Akkordeonmarken für diatonische und chromatische Instrumente
Universal und Pampiana stehen für die breite Akkordeonkultur Südamerikas jenseits der großen brasilianischen Zentren. Beide Marken bedienten vor allem einheimische Spieler und regionale Musikstile – heute historisch, aber Teil der lebendigen Volksmusiktradition des Kontinents.
Zeitraum: 20./21. Jahrhundert
Status: aktiv
Schwerpunkt: Piano-, Knopf- und diatonische Akkordeons im Serien- und Mittelklassesegment
Parrot ist eine der bekanntesten chinesischen Akkordeonmarken im deutschsprachigen Raum und ein häufig gewähltes Einstiegsinstrument. Die Qualität hat sich über die Jahre deutlich verbessert; viele europäische Händler führen Parrot als solide, preisgünstige Alternative.
Zeitraum: modern
Status: aktiv
Schwerpunkt: Akkordeons und andere Musikinstrumente für den Weltmarkt; breites Sortiment
Zeitraum: modern
Status: aktiv
Schwerpunkt: Einsteiger- und Mittelklasseakkordeons
Zeitraum: modern
Status: aktiv
Schwerpunkt: Günstige bis mittlere Einstiegsakkordeons
Die chinesischen Hersteller bedienen heute einen großen Teil des weltweiten Einsteigermarkts. Die Instrumente sind deutlich günstiger als europäische Pendants – und für den ersten Schritt in die Akkordeonwelt oft völlig ausreichend. Für langfristige Freude und hörbare Fortschritte lohnt es sich allerdings, früh in ein europäisches Qualitätsinstrument zu investieren.
Zeitraum: seit 1972; V-Accordion-Serie seit 2004
Status: aktiv
Schwerpunkt: Digitale und hybride Akkordeons; kein akustisches Stimmzungeninstrument
Roland hat mit seiner V-Accordion-Serie eine eigene Kategorie geschaffen: digitale Instrumente, die klanglich überzeugend sind, aber komplett ohne Stimmzungen auskommen. Für Bühnenmusiker, die mit einem einzigen Instrument möglichst viele Klangfarben und Stile abdecken wollen, ist Roland eine ernstzunehmende Option.
Zeitraum: seit 1962; digitale Akkordeons seit den 2010er Jahren
Status: aktiv
Schwerpunkt: Digitale Akkordeons mit Sampling- und MIDI-Technologie; kein akustisches Stimmzungeninstrument
Korg ist im Akkordeonbereich vor allem durch die FISA Suprema bekannt – ein digitales Instrument, das besonders im portugiesischen und spanischen Markt Aufmerksamkeit erregt hat. Wie Roland bietet Korg keinen akustischen Stimmzungenklang, aber eine breite Palette von Klangvorlagen.
Zeitraum: ca. 1911–1949 (Carlsfeld, Erzgebirge)
Status: historisch
Schwerpunkt: Bandoneons; Referenzmarke für Tango-Bandoneón weltweit
Alfred Arnold baute in Carlsfeld im Erzgebirge Bandoneons – und zwar die besten, die je existiert haben. Das sagen zumindest die argentinischen Tangospieler, die für ein original „AA"-Bandoneon teils Jahrzehnte auf der Suche sind. Die Instrumente gelten als unübertroffen im Klang und sind heute auf dem Markt für mehrere Tausend Euro zu finden. Technisch gehören Bandoneons nicht zu den klassischen Akkordeons, teilen aber das Prinzip der freischwingenden Zunge.
Zeitraum: 20. Jahrhundert
Status: historisch
Schwerpunkt: Bandoneons und Konzertinas aus dem Erzgebirge
Zeitraum: seit 1829
Status: aktiv
Schwerpunkt: English Concertinas und Duet Concertinas; ältester Hersteller von Freizungeninstrumenten weltweit
Charles Wheatstone erfand 1829 die englische Concertina – im gleichen Jahr, in dem Cyrill Demian das Akkordeon patentieren ließ. Kein Zufall: Die Idee der freischwingenden Zunge lag damals buchstäblich in der Luft. Wheatstone produziert in London bis heute Concertinas in Handarbeit – für Liebhaber irischer und englischer Folk-Musik eine der wenigen verbliebenen Manufakturen.
Zeitraum: ca. 1858–1933
Status: historisch
Schwerpunkt: Concertinas; zweiter großer englischer Hersteller nach Wheatstone
Louis Lachenal lernte bei Wheatstone und gründete seine eigene Manufaktur – mit dem Ergebnis, dass er schließlich mehr Concertinas produzierte als sein Lehrmeister. Lachenal-Instrumente aus dem späten 19. Jahrhundert sind unter Sammlern und Spielern heute heiß begehrt.
Du möchtest eine Empfehlung zu einem bestimmten Instrument? Oder suchst einen vertrauensvollen Händler? Dann schreib uns an support@accordio.de oder hinterlasse uns einen Kommentar!
Sei Teil der wachsenden Leserschaft von mehr als 5.700 Akkordeon-Freunden.

+200 Bewertungen
Kostenlose Noten und Workshops sowie direkt umsetzbare Übe-Tipps der weltbesten Akkordeonisten:
Du meldest Dich hiermit für den kostenlosen Newsletter an. Dies beinhaltet auch Emails zu Kursen und Angeboten. Du kannst Dich jederzeit abmelden. Mehr Infos dazu: Datenschutzrichtlinie.
Geschenk: +70 Akkordeon Noten kostenlos als PDF
✓ 30 Volkslieder
✓ 25 Weihnachtslieder
✓ Happy Birthday & u.v.m.
✓ Für Anfänger geeignet
Mit der Anmeldung stimme ich der Zusendung von Emails mit Angeboten und Impulsen von Accordio zu. Ich kann mich jederzeit wieder abmelden. Mehr dazu: Datenschutzerklärung.